Rosengarten zeigt seine Kunstwerke
Von Jens Dräger - 22.06.2017

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Zum ersten Rosengarten-Sonntag in diesem Jahr war Petrus uns mehr als hold und bei strahlendem Sonnenschein lud Parkmanager Stefan Palm die Besucher zu einer Reise durch die Zeit ein, mehr über die Kunstwerke im Rosengarten zu erfahren. Viele Künstler waren im Jahr 1913 an der Gestaltung des Rosengartens beteiligt, der ursprünglich nur als einjährige Ausstellung konzipiert gewesen ist. Der Cottbuser Bildhauer Walter Adler, der als die tragische Figur der Kunstschaffenden im Rosengarten gilt, da er die Eröffnung der Ausstellung leider nicht mehr erleben konnte, schuf nicht nur den faszinierenden Rosenbrunnen mit seinen Putten am historischen Haupteingang, sondern auch den Schlangenbrunnen mit dem schöpfenden Knaben und den Bärchenbrunnen, dessen fotografische Abbildung in kaum einem Forster Familienalbum fehlen dürfte. Einer der vielfältigsten Bildhauer war sicherlich der Künstler Jürgen von Woyski, welcher sowohl die fünfzehn Meter lange und zwei Meter hohe Reliefwand gleich in der Nähe des historischen Eingangs im Jahre 1967 schuf. Zu seinen weiteren Werken gehören die Pronzeplastik „Junges Mädchen“, welche sich hervorragend in die Gartenlandschsft einfügt, als auch die Kraniche, welche im Tierpark Hoyerswerda ein weiteres Mal zu bewundern sind. Interessant ist auch die Geschichte des Kaskadenbrunnens, dessen Original nach der RUGA 1913, auf der er den ersten Preis erhielt, in der Parkanlage des Brühlschen Schlosses im polnischen Brody (Pförten) wieder aufgebaut wurde. Dank des Wissens um den Verbleib des Originals hatte ein Schalungsbauer der Firma Mattig & Lindner die Möglichkeit, sich hier an den Originalmaßen zu orientieren. So wurde es ermöglicht, dass Dank vieler Sponsoren und Unterstützer ein Ebenbild des Kaskadenbrunnens zur Eröffnung der Deutschen Rosenschau am 14. Juni 2013 als Highlight eingeweiht werden durfte. Aber nicht nur Kunstwerke aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert sind hier zu bestaunen. Manfred Vollmert, der den seltenen Beruf des Korpusgürtlers erlernt hat, erschuf die metallene „Windrose“, die im Jahr 1979 ihren Platz auf der Wehrinsel fand und im Jahr 2013 verwandelte der polnischstämmige Holzbildhauer Ryszard Zając aus Klein Jamno ganz in der Nähe des Froschbrunnens einen Baum, der nicht mehr austrieb, mit seinem „Blumengeist“ in das aktuellste Kunstwerk. Nach dem Blumengeist, der unter den Besuchern auch einen Bezug zu Elfen und Feen fand, erklärte der Parkmanager noch eines der letzten Kunstwerke der Führung, den „Froschbrunnen“, welcher in diesem Jahr seine Neugestaltung fand, nachdem er im Herbst 2016 dem Vandalismus zum Opfer gefallen war. Parkmanager Stefan Palm zeigte den Besuchern im Pergolengarten außerdem Fotos von verschwundenen Plastiken und beschloss die informative Führung.
Bald steht mit den Rosengartenfesttagen das nächste Highlight im Rosengarten auf dem Programm. Forster und Besucher, die sich lange Wartezeiten am Kassenhäuschen sparen möchten, können die Tickets für die Rosengartenfesttage bereits jetzt erwerben. Sie sind erhältlich in der Touristinfo und im Rosengarten.